Vision urbanes Leben Bregenz

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Die Zukunft steht auf dem Spiel. Die Zukunft unserer Kinder. Die Zukunft von uns selbst. Die Zukunft der Stadt Bregenz.

In den vergangenen dreißig Jahren ist die Bevölkerungszahl Vorarlbergs um fast 100.000 Einwohner gestiegen. Bald werden über 400.000 Menschen in Vorarlberg leben. Im Vergleich dazu, ist die Einwohnerzahl von Bregenz im selben Zeitraum um nicht einmal 3.000 Personen angestiegen. Dornbirn, die größte Stadt im Land, hat in diesen dreißig Jahren um gut 10.000 Einwohner zugelegt.

Der Stillstand in der Entwicklung von Bregenz ist nicht nur in diesen Zahlen zu spüren. Der Verkehr legt täglich zu und die Stadt droht zu einer ständig überfüllten Verkehrsader zu verkommen. Ein geplanter Neubau des Bahnhofs am aktuellen Standort wird an dieser Situation nichts ändern. Die Verantwortlichen Funktionäre und Planer haben stets einen wesentlichen Fehler begangen: Es wurde meist nur ein einzelner Bereich betrachtet, und nie das große Ganze – die Gesamtentwicklung der Stadt.

Wir kennen dies von den Beispielen Schiffshafen, Seestadtareal oder Bahnhof/Seequartier. Das Denken – vor allem das visionäre Denken - hat stets an der Grundstücksgrenze der Beteiligten aufgehört. Es ist Zeit für eine neue Vision für unsere gemeinsame Zukunft. Diese Vision wollen wir mit den Menschen teilen, diskutieren, weiterentwickeln und zur Realität werden lassen.

Es ist unumstritten, dass Bregenz sich in einer einmaligen Lage befindet. See und Berg liegen Seite an Seite, dazwischen die Stadt und die Menschen. Das Potential ist aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft und in gewissen Bereichen besteht dringender Aufholbedarf. Bregenz braucht mehr Vielfalt an Menschen und Ideen, die dazu beitragen, die Stadt noch lebenswerter zu machen.

Die Vision steht und fällt mit der Entwicklung des Seestadtareals, des Seequartiers, des Bahnhofsgeländes und des Hafenareals. Wenn wir jetzt nicht handeln und gemeinsam mutige Entscheidungen treffen, wird sich Bregenz einer Weiterentwicklung für viele weitere Jahre verschließen. Dabei gilt es nicht nur diese Gebiete zu betrachten, sondern auch deren Umgebung in das Denken miteinzubeziehen.

Unsere Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das urbane Leben in Bregenz neu zu denken, die Mobilität sinnvoll zu entwickeln, wo Platz ist für alle in einer nahezu autofreien Stadt. Durch die angedachte Unterflurlösung entstehen neue Flächen die einer urbanen, ökologischen und zukunftsweisenden Lebensweise Rechnung tragen.

Denn Bregenz kann viel mehr als es jetzt ist.

Wir wünschen uns, dass in Zukunft wieder Inhalte zählen und nicht nur die Parteifarbe zählt. Dieses sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

Andreas Stickel und Christopher Schneeweiß
Bregenz, am 31. Jänner 2020